Someday Jacob – It Might Take A While

Für ihr zweites Album arbeitete die Indie-Rock-Band aus Bremen und Hamburg mit den Recording-Legenden Vance Powell und Richard Dodd aus Nashville zusammen.

Sollen doch die anderen schnell sein: Es geht bei Someday Jacob nicht um Eile. Nicht um den letzten Schrei. Nicht um the next big thing. Das Album der Band um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Jörn Schlüter ist ein Konterpunkt gegen alles Hastige und Zeitgetriebene. Gegen die Panik, irgendetwas zu verpassen und zum richtigen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein. Und gegen den Stress, in jeder Sekunde on zu sein.


“Selten hat man aus deutschen Landen eine Platte gehört, die die sommerlichen Harmonien des US-amerikanischen Westcoast-Pops der 70er Jahre so perfekt nachempfindet, ohne nach biederer Heldenverehrung zu klingen.”

DPA


“So ein songwriterisch gelungenes Folkrock-Album hat man aus deutschen Landen schon lange nicht mehr bekommen. Wenn überhaupt jemals.”

Intro


„It Might Take A While ist zeitlos schöne generationsübergreifende Musik. Die Fans von Neil Young oder Tom Petty dürften hier so glücklich werden wie die von Scott Matthews.“

Stereoplay (Pop-CD des Monats)


„ … ein packend-schönes Sommeralbum.“

Rheinische Post


„Neil Young von der Weser … alle elf Songs sind von bestechender Musikalität. Im Gegensatz zum Titel dauert es keine zehn Sekunden, bis man mittendrin ist in diesem Sommeralbum.”

Express (5/5) 


„Someday Jacob um den Sänger und Songschreiber bieten Songs mit viel Atmosphäre. ‚Glory Boys’ mit seinem breiten Rockpanorama könnte ohne weiteres auch von Neil Young stammen.”

Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten


„ … wunderbar organische Indie-Songs, die scheinbar dem mittleren Westen der späten Siebziger entsprungen sind und nach weiten Landschaften im Licht einer tiefstehenden Sonne schreien – Pedal-Steel- oder Banjo-Einsprengsel inbegriffen.”

Rhein Neckar Zeitung


„Die verschiedenen Einflüsse machen die Platte wunderbar zeitlos. Someday Jacob liefert Musik zum Träumen – das ist Entspannung pur!”

Weser-Kurier


„Crosby, Stills, Nash &…Schlüter. Auf seinem zweiten Album klingt das Quartett noch gewandter und treffsicherer als auf dem Debüt.”

Classic Rock


„Wie gut das Quartett um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Jörn Schlüter diesen Sound drauf hat, zeigt Trade It All In – ein zum Verlieben schöner Song, der auch aus einem der großen Alben von America oder Neil Young aus dessen Harvest-Periode stammen könnte.”

Audio – Audiophile CD des Monats

It might take a while

‚It might take a while‘ ist in Deutschland, UK sowie den USA entstanden und im Juli 2015 bei Haldern Pop / Rough trade erschienen. Beteiligt sind u. a. besagter Vance Powell (Kings of Leon, White Stripes,  Jack White) und Richard Dodd (George Harrison, Tom Petty, Dixie Chicks) sowie die texanische Americana-Sensation Israel Nash Gripka.

Hier fließt ein Album wie tief goldgelber Dotter eines freien glücklichen Huhns (Stefan Reichmann, Chef der Plattenfirma Haldern Pop und respektierte Indie Instanz). Es weiß um all das Wunderbare der Musik der, sagen wir, letzten fünf Dekaden. Aus den Mineralien der Geschichte – der eigenen und vieler musizierender anderer – reifte dieses Werk zu einem der Besten seiner Art seit langem. Wer hätte gedacht, dass Schalke in Madrid vier Tore schießt oder Someday Jacob aus Bremen ein wundersames musikalisches Kunstwerk zaubern, ohne täglich von der Sonne Kaliforniens durchdrungen worden zu sein? Diese Konzentration an Melodien, diese luftige schwebende Produktion, all das in der Summe eindringlich und wunderschön.

Trotz des Titels ist man ganz schnell mittendrin: In den faszinierenden 70s-Harmoniegesängen nach der Art von Neil Young oder CS&N sowie der musikalischen Sensibilität, die Someday Jacob in die Nähe von Neo-Folkern wie Midlake oder Scott Matthews rücken. Manche Songs glänzen wie dunkle Edelsteine in noch dunkleren Höhlen („Useless Light“), manche tragen das Laurel Canyon im Herz ihrer musikalischen DNA („Daily Bread“, „Trade It All In“), manche berühren mit leiser Intimität, die durch die Streichersätze des britischen Meisterarrangeurs Johnny Parry noch unmittelbarer wird („Room With A View“). Die erste Single, „Between Me And You“, trägt den leisen Zauber von Fleetwood Mac in sich – und weitet den musikalischen Horizont von Someday Jacob noch ein klein wenig mehr.

Bereits für das 2012 erschienene Debütalbum „Morning Comes“ applaudierte die Musikwelt lautstark. Schlüter, damals noch ein Solokünstler, beeindruckte mit souveränem Indie-Folk mit Americana-Anleihen. Er landete u. a. prompt mit einem abendfüllenden Live-Konzert bei NDR 2, bekam einen Platz auf dem begehrten New-Voices-Sampler des Rolling-Stone-Magazins und spielte gut 200 Shows in Deutschland, Holland sowie dem UK. Unterwegs entstand mit Martin Denzin (Schlagzeug, Gesang), Uli Kringler (Gitarre, Gesang) und Manuel Steinhoff (Bass, Gesang) die Band, die nun Someday Jacob ist – und mit „It Might Take A While“ ein außergewöhnliches, frappierend zeitloses Album vorlegt.