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Auto voll mit Instrumenten, auf nach Oxford, wo unser Freund Richard Neuberg ein Studio betreibt. Wir haben das ganze Album schon einmal aufgenommen, aber irgendetwas klemmt, lebt nicht, ist langweilig. Denke ich jedenfalls – ich langweile mich schnell an meiner eigenen Musik. Oxford soll es richten.

Auf der Fähre nach Dover (white cliffs! white cliffs!) ordentlicher Seegang. Ist das jetzt ein Symbol für den Fortgang der Produktion? Mir wird schlecht.

Dann Martin am Steuer, zum ersten Mal im Linksverkehr am Steuer. Er freut sich wie ein Schneekönig. Großer Bogen um London, dann im Oxfordshire, Studio Cornerfarm: Welcome to the church of Richard and Emma. Morgen aufbauen, die Lieder neu entdecken, eine Woche Musik erforschen. Ein Luxus.

Am Ende der Woche haben wir ein Lied ganz neu aufgenommen und eines grundsätzlich anders arrangiert. Nicht viel, aber gleichzeitig alles: Wir lieben nun doch die oben noch angezweifelte erste Session. War doch alles gut, Schlüter! Was regst du dich denn so auf! Manchmal kenne ich keine Abkürzung zum Zufriedensein.

In diesem Fall führte der Weg nach Hause über Oxford. Take the long way home, sangen schon Supertramp bei dem gleichnamigen Lied: „Does it feel like your life’s become a catastrophe? Oh, it has to be for you to grow, boy.“

Someday Jacob, „It Might Take A While“ erscheint am 24. Juli 2015 bei Haldern Pop